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Bebrassie für Senior-Golfer — Course Tracking via Smartphone
Was die Bebrassie-App auf dem Platz wirklich kann — jenseits von „Stats fürs Instagram”. Sechzig dokumentierte Runden, drei Jahre Disziplin und ein Strokes-Gained-Workflow, der echte Schwächen entlarvt.
Was die Bebrassie-App von anderen Tracking-Tools unterscheidet
Arccos braucht 14 Sensoren am Schläger. Shot Scope braucht Tags an jedem Griff. Bebrassie braucht: dein Smartphone. Und Disziplin, jeden Schlag manuell zu erfassen.
Klingt nach Mehraufwand. Ist es auch — am Anfang. Aber: Wer den Schläger manuell wählt, denkt nochmal darüber nach, was er da macht. Genau dieser Moment der Reflexion ist es, der Senior-Golfer mehr nach vorne bringt als jedes automatische Tracking.
Diese Seite ist meine 3-Jahres-Bilanz mit Bebrassie — die echten Strokes-Gained-Befunde aus über 60 Runden und der Workflow, der aus der App ein Trainings-Werkzeug macht.
Die wichtigsten Daten
Was Bebrassie aus meinen Runden gemacht hat
Drei Zahlen, die ohne diese App nie sichtbar geworden wären.
Jede Runde der letzten drei Jahre mit Schlag-für-Schlag-Erfassung. Damit lassen sich nicht nur Score-Trends ablesen, sondern Bereich-Schwächen über Wochen und Plätze hinweg vergleichen.
FiR-Quote von 25 % auf 57 % an einem Tag — Wendlohe-C-Runde am 12.06. nach Pre-Round-Cheat-Sheet aus Bebrassie-Daten. Strategische Schläger-Wahl statt „Driver immer”.
Erst die Strokes-Gained-Auswertung der Wendlohe-Runde 12.06. machte die wahre Schwäche sichtbar: nicht Driver, nicht Putten, sondern PW-Annäherungen 80–100 m. Hätte ich ohne Bebrassie nie gewusst.
Vom ersten Abschlag zur Strokes-Gained-Auswertung — in 5 Schritten
Wie Bebrassie auf einer 9- oder 18-Loch-Runde funktioniert.
Vor der Runde — Pre-Round-Setup
Platz auswählen, Tee-Box festlegen, Spieler hinzufügen. Wichtig: Schläger-Bag in der App pflegen — nur Schläger zur Auswahl stellen, die du wirklich dabei hast. Sonst klickst du bei jedem Schlag durch 18 Optionen.
Pro Schlag: Schläger wählen + Lage markieren
Vor jedem Schlag: in der App Schläger auswählen, GPS-Position erfassen. Nach dem Schlag: Lage des Balls auf der nächsten Position markieren (Fairway / Rough / Bunker / Wasser). Die Disziplin braucht 2 Wochen Eingewöhnung — danach geht es in den Spielfluss über.
Auf dem Grün: Erst-Putt-Distanz + Putt-Anzahl
Die Erst-Putt-Distanz ist die wichtigste Putt-Kennzahl — daraus berechnet Bebrassie die Strokes-Gained-Putts. Hier nicht schlampig sein — 7 m wird gerne zu 5 m geschätzt, das verfälscht die Auswertung.
Nach der Runde — PDF-Export
Bebrassie generiert nach jeder abgeschlossenen Runde einen detaillierten PDF-Report: Strokes Gained pro Bereich (Tee, Approach, Short Game, Putten), Schläger-Aufschlüsselung, Heatmap. Diesen PDF immer sichern — er ist die Roh-Datei für jede spätere Analyse.
In die Master-Analyse übertragen
Aus dem PDF nehme ich die Top-Zahlen in meine Runden-Excel: SG-Total, SG pro Bereich, FiR-Quote, GiR-Quote, 3-Putt-Rate, größter Score-Killer. Damit habe ich nicht nur die Einzelrunden, sondern den Trend über alle Runden hinweg. Optional: PDF an Claude oder ChatGPT hochladen für eine vertiefte Analyse — siehe KI als Analyse-Werkzeug.
Was Senior-Golfer aus Bebrassie-Reports rauslesen
Strokes Gained
Mark Broadies Goldstandard. Wie viele Schläge gewinnst oder verlierst du pro Bereich vs. Scratch-Baseline. Die wichtigste Diagnose-Größe der Bebrassie-App.
Fairway in Regulation
Prozentanteil der Abschläge, die das Fairway treffen (bei Par-4 und Par-5). Senior-Golfer-Schnitt: 35–45 %. Wenn die Quote über mehrere Runden unter 30 % bleibt: Driver-Strategie überdenken.
Green in Regulation
Prozentanteil der Grüns, die innerhalb der Par-Zielzahl getroffen werden. Senior-Schnitt: 15–30 %. Wer hier konstant unter 15 % bleibt: Wedge- oder Eisen-Distanzkontrolle ist das Hauptthema.
3-Putt-Rate
Prozentanteil der Grüns, die nach 3+ Putts verlassen werden. Senior-Ziel: ≤ 15 %. Bei mir 33 % auf Wendlohe — daraus wurde der Putter-Test P5 (4–8 m Lag).
Scrambling
Wenn du das Grün verfehlst: wie oft rettest du trotzdem Par? Senior-Tour-Pros: 55 %, Hobby-Senioren: oft unter 20 %. Direkter Indikator für Wedge- und Putt-Stärke unter Druck.
Schläger-Heatmap
Bebrassie zeigt visuell, welche Schläger SG-positiv und welche SG-negativ sind. Damit findest du auf einen Blick deinen besten und schlechtesten Bag-Inhalt — über alle Runden gemittelt.
Was Bebrassie-Daten auf dem Platz wirklich aufdecken
Drei Diagnosen, die ohne diese App in Vergessenheit geraten wären.
Wie Bebrassie den größten Score-Killer entlarvt
Top-Line: Brutto 51 (+15), SG-Total −2,23 gegen Scratch.
Schläger-Aufschlüsselung von Bebrassie: PW kumuliert −2,90 SG. Driver und Putten waren nicht das Problem — die drei PW-Annäherungen aus 80–100 m haben fast die ganze Verlustsumme verursacht.
Konsequenz: Daraus wurde der KW25-Trainingsplan mit W1-Drill als Top-Priorität. Hätte Bebrassie diese Auswertung nicht gemacht, hätte ich weiter am Driver gefeilt — und die wahre Schwäche übersehen.
FiR-Quote von 25 % auf 57 % an einem Tag
Ausgangslage: 16 Vor-Runden mit FiR ≤ 30 %. Driver hat regelmäßig ins Rough oder zu kurz für Annäherung positioniert.
Aktion: Aus den Bebrassie-Daten aller Vorrunden ein Loch-für-Loch-Cheat-Sheet erstellt. Pro Tee-Schlag: empfohlener Schläger, Ziel-Linie, Lay-Up-Strategie bei Bunkern.
Resultat: FiR-Quote auf 57 % gesteigert. Bebrassie liefert das Roh-Material für strategische Pre-Round-Planung — eine Disziplin, die viele Senior-Golfer gar nicht kennen.
Bebrassie als Validierung der Body-First-Regel
Situation: Erster Wertungs-Wettkampf mit beginnendem Tennisellenbogen. Brutto 112 (+40), 4 Strafen, Driver-σ explodiert auf 23 m statt sonst 8.
Bebrassie-Diagnose: Nicht „schlechter Tag”, sondern strukturelle Verschlechterung über alle Bereiche — Driver SG −5,8, Approach −3,1, Putten −2,4. Körperliche Beeinträchtigung schlägt auf JEDEN Schlagbereich durch.
Lehre: Daraus wurde die Body-First-Regel — kein Wertungsspiel bei körperlicher Beeinträchtigung. Bebrassie hat die statistische Bestätigung geliefert, dass „durchspielen” datenmäßig die schlechtere Wahl ist.
Was Bebrassie NICHT kann
- Carry-Distanz messen. Bebrassie misst Gesamtdistanz (Carry + Rollout), nicht reine Carry. Für Carry brauchst du den R10.
- Spin-Werte ermitteln. Keine Schlag-Mechanik-Daten — nur was nach dem Schlag passiert.
- Wind und Slope-Komplexität automatisch berücksichtigen. Premium-Version hilft, ersetzt aber keine Caddie-Erfahrung.
- Ohne Disziplin nutzlos. Wer 30 % der Schläge vergisst, bekommt eine verfälschte SG-Analyse.
- Putt-Mechanik analysieren. Misst nur Distanz und Putt-Anzahl, nicht den Putter-Pfad. Für Putt-Mechanik: SAM PuttLab oder Putter mit Sensoren.
Bebrassie ersetzt keinen Coach. Aber es ersetzt das „ungefähre Bauchgefühl”, mit dem die meisten Senior-Golfer ihre Schwächen einschätzen.
Bebrassie im Vergleich
~ 400 € pro Jahr (Sensoren + Abo). Automatisch via Schaft-Sensoren. Bequem, aber: Sensoren müssen geladen werden, manche Schlag-Erfassungen fehlerhaft.
~ 280 € (Uhr + Tags, kein Abo). Tags an jedem Griff, automatische Erkennung. Solide, aber UI-Reports weniger detailliert als Bebrassie.
~ 450 € (GPS + Launch-Monitor). Hybrid-Gerät. Stärker im GPS-Bereich, schwächer in detaillierter SG-Analyse.
Kostenlose Basis-Version + günstige Premium-Option. Detaillierteste SG-Auswertung im Test. Manueller Aufwand erzwingt Reflexion — genau das, was Senior-Golfern hilft.
Bebrassie ist der Platz. Der R10 ist die Range. Beide gehören zusammen.
Wer nur auf dem Platz misst, weiß nicht, warum er versagt. Wer nur auf der Range misst, weiß nicht, wie er auf dem Platz wirklich performt. Erst zusammen ergibt sich das vollständige Bild.